Fahrt nach Vöhl. Ansegeln der Segelsaison 2018 zu Himmelfahrt
Im sicheren Hafen. Die Geschwaderfahrt Richtung Herzhausen endete schon bald wegen Gewittergefahr vor Scheid. Dort ging die kleine Flotte zur Sicherheit vorübergehend an einen Steg.
6. Mai 2018
Beim Ansegeln geht es traditionell bis an das eine Ende der Welt. Für uns ist dies im Frühjahr der Zufluss der Eder. Es geht immer soweit wie es der Wind und Wetter zulassen. Zusätzlich entscheidet der Wasserstand des Stausees. In der Regel ist im Frühjahr jedoch mit Vollstau zu rechnen. Die Fahrt Eder aufwärts durch das Prinzental abseits jeder Uferstraße ist im Frühling ein besonderer Genuss.
Aufziehende Kaltfront
Das Ansegeln war dieses Jahr für Himmelfahrt vereinbart worden. Nach dem Rekordtiefstand im Mai letzten Jahres sollte es dieses Jahr besonders weit gehen. Wegen einer von Westen aufziehende massive Kaltfront mit Gewittergefahr war jedoch Vorsicht angesagt. Mancher USCler war gleich zu Hause geblieben. Auch andere waren zurückhaltend. Allgemein war für Himmelfahrt auffallend wenig Segelbetrieb auf dem Edersee.
Drei Boote des USC machten sich dem Wetter zum Trotz auf Richtung Vöhl. Ein Gastboot mit weiteren USClern schloss sich an. Bei lauem Wind ging es zunächst Richtung Halbinsel Scheid. Das kleine Geschwader war an deren Spitze angekommen, als wegen tiefschwarzer Wolken und dunklem Grummeln ein Stopp an dem nächsten Steg geraten war.
Trotzdem Vöhl knapp erreicht
Nach nur leichtem Regen wurde das Bild am Himmel wieder freundlicher. Da die Wetteraussichten weiter unsicher waren, teilte sich die Flotte. Zwei Boote segelten zurück in das Rehbacher Becken, um dort in der Nähe der USC-Liegeplätze zu kreuzen. Zwei Boote wollten noch weiter Richtung Vöhl. Bei Bringhausen war die Gesamtgemeinde erreicht. Erneut tiefschwarze Wolken und deutlich auffrischender Wind mit heftigen Böen rieten dann doch zur Umkehr.
Letztendlich hat die Spitze der Kaltfront den Edersee knapp südlich passiert. Nur die in Kassel Daheimgebliebenen wurden geduscht. Am Edersee klarte es zunehmend auf. Gleichzeitig nahmen Wind und Böen stetig zu. Es zeigten sich auf dem sonst eher glatten Wasser des Edersees sogar Katzenpfötchen. Wer sich traute hatte einen sportlichen Segeltag mit rauschender Fahrt. Ein Boot meldete Spitzengeschwindigkeiten von 5 Knoten.