Aus dem Logbuch · 6. September 2019
Selbst Optimist verlässt sinkenden Edersee. Wie 2018 erneut vorzeitiges Ausbooten

6.+ 7. September 2019
Eine weitere Fußnote zum Thema Klimawandel: Bei erneutem Trockensommer reicht der Vollstau vom Frühjahr nicht aus, eine volle Segelsaison bis Mitte Oktober zu ermöglichen. Wegen Niedrigwasser war der letzte Krantermin für den 10. September angesetzt. Deshalb mussten die großen Boote auf jeden Fall raus.
Zudem wird das Slippen der Jollen immer schweriger, je niedriger der Wasserstand sinkt. Die Hänge der Talsperre sind steinig, glatt und haben gutss Gefälle. So gibt es einige günstige Slippstellen, solange der Wasserstand hoch ist.
Alle Boote mussten raus
Der Grund des Edersees ist aber flach und schlammig. Slippt man bei Niedrigwasser müssen die Trailer weit ins Wasser geschoben werden, damit das Boot auf den Trailer schwimmen kann. Anschließend muss der Trailer mit der Last des Bootes lange durch den Schlamm geschleppt werden, bis wieder steiniger Boden erreicht ist, auf dem der Trailer vernünftig rollt.
Deshalb wurde auf dem Vereinsabend Anfang September beschlossen, kurzfristig alle Boote dem See zu entnehmen. Die J22 war schon vor zwei Wochen von ihren Obleuten in ihr Winterlager gebracht worden. An zwei Tagen wurde dies mit vereinten Kräften umgestzt. Für die zwei Laser blieben keine Tansportkapazitäten frei. Sie müssen noch geholt werde. Bis dahin liegen sie aber sicher auf ihrem Ponton.
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